„Tipps zur Babypflege bei Neurodermitis“
Von Hebamme zu Hebamme
Annette Kiefer, bei der WALA für die Fachberatung im Hebammenwesen zuständig und selbst Hebamme, empfiehlt:
- Säuglinge und Kleinkinder mit Neurodermitis haben manchmal zu kämpfen — ihre Haut „setzt sich zur Wehr“. Es „erwischt“ typischerweise die sensibelsten Kinder, vor allem solche, die extremen Reizen ihrer neuen Welt ausgesetzt sind. Von Hebamme zu Hebamme kann ich empfehlen, den Eltern immer wieder Mut zuzusprechen, das Baby in seiner Besonderheit liebevoll an- und wahrzunehmen. Immer ein wenig genauer hinzuschauen, was das Kleine vielleicht gerade beschäftigt. Sie als Fachfrau wissen, dass sich auf der Haut das Seelenleben der Kleinen spiegelt. Eltern müssen dafür oftmals erst sensibilisiert werden.
- Geben Sie den Eltern ein paar einfache, aber wirksame Tipps an die Hand: Tägliches Eincremen des Babys ist nicht nur notwendige Hautpflege, sondern ein liebevolles Ritual — mit besonderer Zauberkraft. Eine Massage mit kleinen Reimen oder gesungenen Melodien ist Sinnes- und Seelenpflege, die sich positiv auf das ganze Familienleben auswirken kann!
- Sicher hat jede Hebamme ihre eigene Überzeugung, ihre eigenen „Mittelchen“. Mein Tipp: Lieber cremen als baden im Ölwasser. Öle trocknen aus meiner Sicht zu sehr aus, die Pflege mit Creme oder Lotion hingegen stärkt die Hautschutzbarriere.
- Nutzen Sie die Studienergebnisse zur medizinischen Hautpflege von Dr.Hauschka Med. Geben Sie dieses Vertrauen in Ihrer täglichen Praxis an die Eltern weiter — den kleinen Weltentdeckern zuliebe.

